Hedgefonds langfristig attraktiver als Aktien und Anleihen
Anlässlich einer Konferenz der Swiss Funds Association (SFA) gingen sowohl Ken Heinz, der Präsident von Hedge Fund Research, Alexander Ineichen, Gründer von Ineichen Research und bekannter Autor sowie Hans-Jörg Baumann, CEO von Swiss Capital Alternative Investments auf die Performance von Hedgefonds und deren Analyse ein.
Heinz stellte das Indexuniversum von Hedge Fund Research vor und erläuterte zudem die Schwierigkeiten und Verzerrungen bei der Interpretation der Index-Performance. Insbesondere die breite Streuung der Renditen zeige die Heterogenität Hedgefondsuniversums, so Heinz.
Alexander Ineichen, u.a. Verfasser des kürzlich im Absolut|report 4|2010 erschienenen Beitrages "Absolute Return - Plädoyer für eine alte Investmentphilosophie", fokussierte sich auf die Details der Hedgefondsanalyse. Sowohl Investoren als auch Aufsichtsbehörden würden sich zu sehr auf kurzfristige Daten konzentrieren. Dabei seien Verständnis für die Vorgänge innerhalb der Industrie sowie der zugrunde liegenden Strategien entscheidender für den langfristigen Anlageerfolg, da Hedgefonds aufgrund ihrer asymmetrischen Risikoprofile entscheidend zur Verlustvermeidung beitragen.
Im dritten Beitrag bekräftigte Hans-Jörg Baumann die Notwendigkeit von aktivem Management im aktuellen Niedrigzinsumfeld. Für Versicherungen und Pensionskassen seien Renditeziele von 3,5% bis 4 % derzeit bereits aggressiv. So seien Altersvorsorgeeinrichtungen kaum noch in der Lage, attraktive Renditen zu generieren und Kunden zu gewinnen. Da sich derzeit das Szenario des "Double Dip" wahrscheinlicher zeige als baldige Zinssteigerungen, könnten aus seiner Sicht nur Hedgefondsstrategien attraktive Renditen erzielen, bei gleichzeitiger Vermeidung von hohen Verlusten.