06.10.2010 | Research

Hedgefonds-Investments erfordern Selektionsfähigkeiten

Ein aktueller Research Report von SEB untersucht die langfristigen Eigenschaften von Hedgefonds-Investments. Seit dem Jahr 2000 haben sich die Assets der Hedgefondsindustrie auf mehr als 1.500 Mrd. US-Dollar verdreifacht. Die Finanzkrise hat allerdings bei manchen Investoren Zweifel an der Performance aufkommen lassen. SEB analysiert  mittels einer Alpha-Beta-Separation die Performance der letzten 20 Jahre, das Verhalten von Hedgefonds in Zyklen und Stressszenarien sowie die langfristigen Auswirkungen einer Beimischung für die Portfolios. Der Schwerpunkt der Analyse liegt auf einem Durchschnitt von Hedgefonds und der Strategie Equity Market Neutral.

Historisch seien die risikoadjustierten Renditen von Hedgefonds demnach attraktiv, allerdings würden die Fonds im Durchschnitt auch stark mit Aktien, Anleihen und Rohstoffen korrelieren. Eine Hedgefonds-Replikation erkläre sehr gut die Renditen von Hedgefonds, ihr Alpha-Potential sei allerdings im Zuge des Wachstums der Branche gesunken. Über die letzten 20 Jahre beträgt es 6,5 %, über die letzten 10 Jahre nur 2,2 %, ohne Berücksichtigung von Verzerrungen.


Quelle: SEB

Die Risikoanalyse ergab, dass Hedgefondsrenditen ebenfalls stark zyklisch sind, die Fonds allerdings begrenzten Schutz in Abschwung-Phasen bieten. Ein breit diversifiziertes Investment stelle einen guten makroökonomischen Hedge dar. Der durchschnittliche Hedgefonds ist für die Portfolioallokation wenig attraktiv, eine gründliche Managerselektion stelle daher die wichtigste Aufgabe für Investoren dar. Die Performance-Verbesserung durch Hedgefonds falle zudem für wenig risikobehaftete Portfolios höher aus, als für bereits riskanter ausgelegte Portfolios.


Quelle: SEB

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
zurück