03.04.2007 | BAI

Hedgefonds-Industrie lädt Finanzminister Steinbrück zum Gespräch

Der Bundesverband Alternative Investments e.V., die Interessenvertretung der Alternative Investment- Branche in Deutschland, räumt ein, dass die Tätigkeit von Hedgefonds, deren Nutzen und die mit ihnen verbundenen Risiken in der Öffentlichkeit wenig bekannt sind. Im Rahmen des Essener G7-Treffens im Februar hatten die Finanzminister und Notenbankchefs der G7 erklärt, mit der Hedgefonds Branche in einen offenen Dialog treten zu wollen. Der Branchenverband hat dem Bundesminister der Finanzen, Peer Steinbrück, nun angeboten, deutsche und führende internationale Hedgefonds-Manager an einen Tisch zu holen, damit sie dem Minister Rede und Antwort stehen. Nach Auffassung des Bundesverbands Alternative Investments e.V. bietet die kritische Auseinandersetzung auf höchster politischer Ebene auch die Gelegenheit, die Öffentlichkeit über die Tätigkeit von Hedgefonds und deren Nutzen für die Finanzmärkte aufzuklären. So ist praktisch unbekannt, dass Deutschland als eines der wenigen Länder bereits eine umfangreiche Hedgefonds-Regulierung hat. Die deutsche Regulierung bedarf jedoch einer Optimierung, um international als Maßstab gelten zu können. Der kürzlich vorgelegte Entwurf des Finanzministeriums zur Novellierung des Investment-Gesetzes nimmt indes nur wenige Anregungen der Branche zur Verbesserung der Rahmenbedingungen auf.

Achim Pütz, 1. Vorsitzender des BAI, meint hierzu: "Deutschland hat sich 2004 dazu entschlossen Hedgefonds zuzulassen. Die in dreijähriger Praxis erkannten Schwachstellen der deutschen Hedgefonds-Regulierung sind nun dringend zu korrigieren. Andernfalls werden Hedgefonds Manager und Investoren anderen Jurisdiktionen, wie etwa England, Irland oder Luxemburg nach wie vor den Vorzug geben."

Der Bundesverband Alternative Investments e. V. (BAI) ist seit 1997 die zentrale Interessenvertretung der Alternative Investment-Branche in Deutschland. Er hat es sich zur satzungsmäßigen Aufgabe gemacht, insbesondere den Bekanntheitsgrad von alternativen Anlagestrategien als Assetklasse sowie deren Verständnis in der Öffentlichkeit zu steigern. Der Kreis der BAI-Mitglieder, die sich aus allen Bereichen des professionellen Alternative Investments Geschäfts rekrutieren, ist zwischenzeitlich auf über 115 Unternehmen angewachsen. Informationen zum Verband unter:

www.bvai.de

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