Hedgefonds-Indizes auf Erholungskurs
Die beiden führenden Hedgefonds-Indizes HFRX und "CSFB/Tremont Hedge
Fund Index" haben den Monat November mit positiven Ergebnissen
abgeschossen. Während der CSFB/Tremont-Gesamtindex um 2,65 Prozent
zulegte, gewann der HFRX 1,92 Prozent. Von Anfang des Jahres bis Mitte
Dezember liegt der CSFB/Tremont nun mit 7,91 Prozent deutlich vor dem
HFRX, der nur einen Wertzuwachs von 1,59 Prozent verbuchen konnte. Dies
liegt vor allem an den unterschiedlichen Fonds in den beiden Datenbank
und zeigt somit auch, wie heterogen die Branche ist.
Die größten Gewinne erzielten im November die
Managed-Future-Strategien. Der Subindex des CSFB/Tremont legte um 5,83
Prozent zu. HFR hat für diesen Sektor keinen vergleichen Subindex
ausgewiesen. Dort verzeichnete der "Market Directional Index" den
größten Zugewinn mit 3,23 Prozent. Schwächster Subindex war bei
CSFB/Tremont der "Dedicated Short Bias" mit einem Minus von 7,71
Prozent. Bei HFR bildete der "Convertible Arbitrage Index" mit plus
0,42 Prozent das Schlusslicht im November.
Der Chicagoer Indexprovider "Hedge Fund Research" (HFR) hat in seiner
aktiven Datei zurzeit über 4.000 Hedge-Fonds aufgenommen, die
regelmäßig ihre Ergebnisse berichten. Seit 1998 hat sich damit deren
Anzahl vervierfacht, 1.250 Fonds wurden in dieser Zeit wieder
eingestellt. Besonders stark ist das Segement der Dach-Hedgefonds
gewachsen. Verzeichnete der HFR-Katalog 1998 erst 204 Dach-Hedgefonds,
die zusammen 18 Prozent des berichteten Kapitalvolumens verwalteten, so
sind dies inzwichen über 1.200 Fonds. Sie verwalten 41 Prozent des
Hedgefonds-Vermögens, das bei HFR berücksichtigt wird.
HFR hat darüber hinaus eine zunehmende Diversifikation des
Hedgefonds-Kapitals beobachtet. 1998 entfielen auf die größten 5
Strategien noch 66 Prozent des Gesamtvolumens, in diesem Jahr waren
dies nur noch 53 Prozent. Die Top Five sind bei HFR zurzeit Equity
Hedge, Relative Value Arbitrage, Event-driven, Global Macro und Managed
Futures.
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