Hedgefonds-Akteure sind optimistisch - keine Angst vor "Capacity Effect"
Das französische Edhec Risk and Asset Management Centre ist in seiner
jüngsten Umfrage zu dem Ergebnis gekommen, dass die Akteure in der
Hedgefonds-Industrie optimistisch gestimmt sind keine Gefahren durch
einen "Capacity Effect" erwarten. Über 65 Prozent der Befragten
glaubten, dass das Hedgefonds-Kapital in den kommenden fünf Jahren um
durchschnittlich 10 Prozent wachsen werde. Viele rechneten sogar mit
Steigerungen bis 15 Prozent jährlich.
70 Prozent der Teilnehmer führten die schwache Performance in den
ersten Monaten dieses Jahres überwiegend auf konjunkturelle Ursachen
zurück. Bezüglich des umstrittenen "Capacity Effects" antwortete die
Hälfte der Befragten, es gebe kein Kapazitätslimit für Dach-Hedgefonds.
23 Prozent antworteten, die kritische Masse eines Dach-Hedgefonds hänge
von den zugrunde liegenden Strategien ab, in die investiert werde.
Allerdings rechneten 71 Prozent der Teilnehmer damit, dass es in
Zukunft schwieriger werde, Arbitrage-Gewinne zu erzielen.
Der "Capacity Effect" basiert auf einer These, nach der es in der
Hedgefonds-Branche bei weiterhin steigenden Volumina immer schwieriger
werde, gute Renditen zu erzielen. Edhec hatte von Anfang an dieser
Auffassung widersprochen.
In der neuen Edhec-Umfrage rechneten 81 Prozent der Teilnehmer damit,
dass Hedge-Fonds künftig professioneller werden und hohe sowie stabile
Renditen erzielen werden. Edhec hat bei der Umfrage zwischen dem 31.Mai
und dem 8.Juni dieses Jahres 183 Akteure per Email befragt. Zwei
Drittel davon arbeiteten bei Dach-Hedgefonds. Knapp 11 Prozent der
Antworten kamen aus dem Bereich der Single-Hedgefonds. Institutionelle
Investoren hatten einen Anteil von 11,5 Prozent der Teilnehmer.
Lesen Sie hierzu auch unsere Meldung !!alte Verlinkung!! vom: 25.07.2005
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