Hedge-Fonds machen das Shorten teuer
Angesichts der steigenden Anzahl von Hedge-Fonds und deren zunehmenden
Vermögen wird es für die Manager immer schwieriger, Aktien zum Shorten
auszuleihen. Das New Yorker Hedgefonds-Beratungsunternehmen Hennessee
Group berichtet in seiner neuesten Studie: ?Es wird immer teurer
werden, zu shorten, wodurch auch die Renditen gedrückt werden.? Die
Studie gründet sich auf die Daten von 752 Hedge-Fonds, die zusammen 238
Milliarden US-Dollar verwalten.
Im vergangenen Jahr sei die Anzahl der Hedge-Fonds um 15 Prozent auf
8.050 gestiegen, rechnet die Hennessee Group vor. Parallel dazu sei
deren Vermögen um 27 Prozent auf über eine Billion Dollar gewachsen.
Wenn schätzungsweise der durchschnittliche Hedge-Fonds zu 40 Prozent
Short und zu 60 Prozent Long investiert sei, so müsse das Volumen der
geshorteten Wertpapiere im gleichen Zeitraum auf rund 400 Milliarden
Dollar angewachsen sein.
Auch die Absicherung der Long-Positionen mit Derivaten könne teuer
werden, da die Fonds verstärkt diesen Instrumenten vertrauten, heißt es
in der Studie weiter. Gegenüber der Verschuldung seien die Hedge-Fonds
allerdings vorsichtig geworden. Das durchschnittliche
Hedgefonds-Portfolio sei nur zu 48 Prozent gehebelt. Auf der Suche nach
neuen Renditequellen müssten die Hedge-Fonds neue Gebiete erschließen,
zum Beispiel das der Corporate Lendings, schreiben die Autoren.
Gegenüber dem Aktienindex S&P 500 haben die Hedge-Strategien seit
1987 die Nase deutlich vorn. Während der S&P im durchschnittlichen
Jahr nur eine Performance von 11,88 Prozent schaffte, legten die
Hedge-Strategien im Durchschnitt um 14,94 Prozent zu. Zudem fiel die
Volatilität bei den Hedge-Strategien um 40 Prozent geringer aus als
beim Aktienindex.
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