15.06.2005 | 

Hedge-Fonds machen das Shorten teuer

Angesichts der steigenden Anzahl von Hedge-Fonds und deren zunehmenden

Vermögen wird es für die Manager immer schwieriger, Aktien zum Shorten

auszuleihen. Das New Yorker Hedgefonds-Beratungsunternehmen Hennessee

Group berichtet in seiner neuesten Studie: ?Es wird immer teurer

werden, zu shorten, wodurch auch die Renditen gedrückt werden.? Die

Studie gründet sich auf die Daten von 752 Hedge-Fonds, die zusammen 238

Milliarden US-Dollar verwalten.

Im vergangenen Jahr sei die Anzahl der Hedge-Fonds um 15 Prozent auf

8.050 gestiegen, rechnet die Hennessee Group vor. Parallel dazu sei

deren Vermögen um 27 Prozent auf über eine Billion Dollar gewachsen.

Wenn schätzungsweise der durchschnittliche Hedge-Fonds zu 40 Prozent

Short und zu 60 Prozent Long investiert sei, so müsse das Volumen der

geshorteten Wertpapiere im gleichen Zeitraum auf rund 400 Milliarden

Dollar angewachsen sein.

Auch die Absicherung der Long-Positionen mit Derivaten könne teuer

werden, da die Fonds verstärkt diesen Instrumenten vertrauten, heißt es

in der Studie weiter. Gegenüber der Verschuldung seien die Hedge-Fonds

allerdings vorsichtig geworden. Das durchschnittliche

Hedgefonds-Portfolio sei nur zu 48 Prozent gehebelt. Auf der Suche nach

neuen Renditequellen müssten die Hedge-Fonds neue Gebiete erschließen,

zum Beispiel das der Corporate Lendings, schreiben die Autoren.

Gegenüber dem Aktienindex S&P 500 haben die Hedge-Strategien seit

1987 die Nase deutlich vorn. Während der S&P im durchschnittlichen

Jahr nur eine Performance von 11,88 Prozent schaffte, legten die

Hedge-Strategien im Durchschnitt um 14,94 Prozent zu. Zudem fiel die

Volatilität bei den Hedge-Strategien um 40 Prozent geringer aus als

beim Aktienindex.

zurück