Haltedauer von Private Equity in Deutschland
Private-Equity-Anleger in Deutschland investieren langfristig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Anfang Mai vom Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) durchgeführte Studie. Dazu wurden 614 Verkäufe von Private-Equity-Beteiligungen in Deutschland zwischen 1989 und 2011 untersucht. Die durchschnittliche Haltedauer beim Exit lag demnach bei 57 Monaten, im Median bei 50 Monaten. 52 % der Unternehmensbeteiligungen liefen über vier Jahre, jede vierte sogar über mindestens sechs Jahre. Bei nur 14 % der Exits lag die Haltedauer unter zwei Jahren.
Quelle: BVK (2012)
Im Zeitablauf lässt sich allerdings kein klarer Trend der Haltedauer erkennen. Die hohe Abhängigkeit von externen Faktoren wie Konjunktur und Marktstimmung lassen die Haltedauer schwanken. Nur rund ein Drittel der betrachteten Verkäufe erfolgte an andere Finanzinvestoren, mehr als die Hälfte an strategische Käufer.
Quelle: BVK (2012)
Unterschiede lassen sich zwischen Buy-Out und Venture Capital bzw. Growth Beteiligungen erkennen. Im Durchschnitt liegt die Haltedauer von Mehrheitsbeteiligungen bei 54 Monaten, während Venture Capital oder Mittelstandsfinanzierungen (Growth) beim Exit über einen Zeitraum von 61 Monaten gehalten wurden.