14.05.2013 | Studie

Gute Aussichten für aktiv gemanagte ETFs

Die Zahl aktiv gemanagter ETFs steigt kontinuierlich, zeigt eine Studie von SEI und ETF Trends. Rund 1 % der Assets under Management des ETF-Markts entfallen mittlerweile auf 56 dieser Produkte. So wählen traditionelle Asset Manager zunehmend auch Exchange-Traded-Funds (ETFs) zur Umsetzung ihrer Anlagestrategie. Ende 2012 hat die amerikanische Börsenaufsicht SEC das für aktive ETFs investierbare Universum um Derivate, Futures und Swaps erweitert, was nach Einschätzung der Autoren der Studie ein entscheidender Anstoß für die Auflage weiterer Produkte sein kann. Wie ein herkömmlicher Investmentfonds hält ein aktiv gemanagter ETF ein Portfolio aus physischen Titeln, Futures oder Derivaten. Die Allokation folgt allerdings keinem passiven Index sondern den Entscheidungen des Fondsmanagers.


Quelle: SEI, ETF Trends

Die Besonderheit von ETFs liegt in ihrer Intraday-Handelbarkeit. Durch die Börsennotierung unterliegen ETF-Strukturen außerdem strengen Transparenz- und Liquiditätsvorschriften, was sie für Investoren attraktiv macht. Durch die permanente Offenlegung der Holdings entsteht bei aktiven ETFs aber die Gefahr des "front-running". Nachahmer haben die Möglichkeit, das aktiv gemanagte Portfolio kostengünstig nachzubilden, ohne die zugrunde liegende Managerleistung zu entschädigen. So ist beispielsweise zu erklären, dass bislang Fixed-Income Produkte den aktiven ETF-Markt dominieren, da Anleihen weniger liquide als Aktien sind. In den USA laufen die Entwicklungen dahin, die Transparenz auf Handelsschluss oder andere Intervalle zu begrenzen.

Der Handel der Anteilsscheine findet über sogenannte Authorized Participants (APs) statt, die als große Broker-Dealer Fondsanteile en bloc vom Manager kaufen oder "swappen" und dann den Sekundärmarkt bilden. Die Anteilsscheine handeln dann intraday gemäß Angebot und Nachfrage mit einem Auf- oder Abschlag zum Portfolio-NAV.

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