Greenspan warnt wieder vor Überbewertung
Der frühere Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, Alan Greenspan, warnt angesichts des Überflusses an Liquidität vor einem Sinken der Vermögenspreise. Er fügte hinzu, es könne zu einer Überbewertung von Vermögenspreisen kommen. Es sei auch eine Tasache, dass sich die Marktpreise aller Vermögensklassen weltweit erheblich stärker erhöht hätten, als die nominale globale Wirtschaftsleistung. Greenspan betonte, dass bei der Vermögenspreisentwicklung in den USA derzeit kein ?irrationaler Überschwang? zu beobachten sei. Allerdings wäre die Liquidität immer noch auf einem abnormal hohen Niveau.
Greenspan äußerte sich außerdem kritisch zum ?Sarbanes-Oxley-Act?, der nach den Finanzskandalen an Wall Street für börsennotierte Untenehmen eingeführt worden war. Nach Greenspans Meinung sei der Markt inzwischen überreguliert. Die Veröffentlichungspflichten legten den Firmen zu starke Daumenschrauben an, sagte der ehemalige Fed-Chef. Daher rechne er auch mit einer baldigen Entschärfung des Gesetzes. Das Gesetz sei mitverantwortlich dafür, dass Unternehmen statt in New York nun woanders an die Börse gingen, beispielsweise in London, sagte der im Januar aus dem Amt ausgeschiedene Chef der Fed.
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