06.12.2004 | 

Goldman Sachs empfiehlt deutschen Lebensversicherungen alternative Investments

Angesichts niedriger Zinsen sollten die deutschen Lebensversicherer in

Hedge-Fonds, Emerging-Markets und Hochzinsanleihen investieren. Dies

empfiehlt Dirk Popielas vom Investmenthaus Goldman Sachs in einem

Interview mit dem "Manager Magazin". "Im Aktienbereich könnten dies

Small- und Mid-Caps sein."

Die Branche müsse nicht zwingend absolut höhere Risiken eingehen, meint

Popielas. "Sie muss aber ihr Kapitalanlageportfolio effizienter

gestalten. Sie sollte neue Asset-Klassen aufnehmen, die dann über

Diversifikationseffekte auch mehr Ertrag bringen. Der

Portfoliokonstruktion, dem Risikomanagement und der Überwachung des

jeweiligen Risikos wird eine höhere Bedeutung zukommen als in der

Vergangenheit."

Angesichts der Erneuerung der europäischen Rahmenrichtlinien im Projekt

"Solvency II" erwartet Popielas nicht, dass Lebensversicherungen

künftig auf risikoreichere Investitionen verzichten müssten, sondern

dass sie ihrer Portfoliokonstruktion und Diversifikation mehr

Aufmerksamkeit widmen sollten. "Grundsätzlich strebt man mit den neuen

Regeln an, dass sich die Kapitalanlagestruktur zunehmend an der

Struktur der Verbindlichkeiten orientieren soll."  Die Versichrere

könnten auch über synthetische Produkte wie Derivate mögliche Risiken

ausgleichen. "In anderen europäischen Ländern wird das bereits

praktiziert", konstatiert Popielas.

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