06.06.2012 | Research

Gold und Staatsanleihen als Safe Haven Assets

Staatsanleihen und Gold gelten traditionell als der sichere Hafen, in den Investoren in Zeiten von Kapitalmarktturbulenzen verstärkt investieren. Staatsanleihen bieten einen festen Ertrag und werden auch jetzt noch als weitgehend ausfallsicher eingestuft. Gold bietet per se keinen Ertrag, allerdings eine natürliche Absicherung gegen Inflation, Währungsrisiken und Ausfallrisiko. Beide Asset-Klassen verzeichnen in Zeiten von Krisen hohe Zuflüsse und eine positive Wertentwicklung, während risikobehaftete Asset-Klassen erhöhte Korrelationen bei Abwärtsbewegungen aufzeigen. Trotzdem unterscheiden sich Staatsanleihen und Gold sehr in der Verwendung in Krisen, wie eine im Februar veröffentlichte Arbeit der Universitäten Sydney und Dublin feststellt.


Quelle: Baur, McDermott (2012)

Die Autoren unterscheiden Zustände der Unsicherheit über eine bestimmte Entwicklung sowie eine allgemeine Makro-Unsicherheit während der großen Krisen. Sie zeigen, dass Gold, obwohl deutlich volatiler als Staatsanleihen, bei plötzlichen großen Schocks wie Finanzkrisen, Terroranschlägen u.ä. schneller und massiver nachgefragt wird. Der Trend zu Gold kehrt sich allerdings auch schneller wieder um. Gold scheint sehr vom Sentiment getrieben und dient praktisch als Fluchtpunkt einer "Panikreaktion".
Für die Autoren scheint daher besonders interessant, wie Unsicherheit am Markt entsteht und sich fortsetzt. Die Messung des Investorenverhaltens und der Unsicherheit am Markt ist daher interessanter Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen.


Quelle: Baur, McDermott (2012)

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