11.06.2013 | Research

Globales Exposure von europäischen Aktienindizes

Europäische Unternehmen erwirtschaften stetig wachsende Anteile ihrer Umsätze in Schwellenländern. Vor diesem Hintergrund hat MSCI Anfang des Jahres das ökonomische Exposure von Aktienindizes unter dem Titel "How European Is Europe?" untersucht. Für die Firmen im MSCI Europe ermittelten die Autoren die regionale Struktur der Umsatzerzielung. So zeigt sich, dass der MSCI Europe ein Indexexposure zu Großbritannien von 33 % aufweist, während dort aber nur bei 11 % der Umsätze erzielt werden. Ähnlich sind die Verhältnisse für den Rest Europas, wie die unten stehende Grafik veranschaulicht.


Quelle: MSCI

Für alle europäischen Staaten berechnen die Autoren nach dieser Methode die internationalen und heimischen Umsatzanteile. Deutschland weist ein überdurchschnittlich großes Exposure zum Rest Europas auf, während der in Deutschland erzielte Umsatzanteil im Mittelfeld liegt. Unternehmen aus Portugal, Norwegen, Griechenland, Spanien und Italien erwirtschaften die große Mehrheit ihrer Umsätze in Europa. Das größte Exposure zu Nordamerika und den Schwellenändern haben die Niederlande, Belgien, die Schweiz, Großbritannien und Schweden.


Quelle: MSCI

Die Teilung des MSCI Europe Universums in Beispielportfolios aus Unternehmen mit dem höchsten und dem niedrigsten internationalen Exposure zeigt, dass mit steigender internationaler Umsatzerzielung eine höhere Eigenkapitalrendite einhergeht. Für Investoren, die ihr Exposure zum Wachstum in Schwellenländern erhöhen wollen, liefert das kurze Research-Papier interessante Ansätze.

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