Global Private Equity Barometer, Sommer 2007
Das regelmässig von Coller Capital veröffentlichte Private Equity Barometer zeigt für den Erhebungszeitraum von Februar-April 2007 einen deutlichen Renditevorsprung für nordamerikanische und asiatische Investoren. 45 Prozent der institutionellen Private-Equity-Anleger (Limi-ted Partners, LPs) konnten seit Bestehen ihres Private-Equity-Portfolios Renditen von 16 Prozent und mehr erwirtschaften. Vor einem Jahr lag diese Quote hingegen noch bei 38 Prozent. Dieses Ergebnis ist auf die starke Performance von europäischen und nordamerikanischen Buyout-Fonds zurückzuführen. Mit diesen Fonds haben über 60 Prozent der LPs Renditen von 16 Prozent und mehr erzielen können. Allerdings erzielten lediglich 38 Prozent der europäischen Investoren erzielten eine Rendite von 16 Prozent und mehr, verglichen mit der Hälfte der Investoren in der restlichen Welt.
Für diesen Performance-Unterschied gibt es zwei Gründe: Zum einen haben europäische Investoren im Vergleich zu asiatischen und nordamerikanischen deutlich höhere Anteile an europäischen Venture-Fonds gehalten. Diese gehörten aber zu den leistungsschwächeren Segmenten. Zum anderen erzielten weitaus weniger europäische Investoren Top-Renditen mit asiatischen Buyout-Fonds als die asiatischen und nord-amerikanischen. Nur rund 18 Prozent der europäischen LPs konnten hier Renditen jenseits der 16 Prozent erzielen. Während die Quote bei den Nordamerikanern bei 60 und bei den Asiaten bei rund 66 Prozent lag.
Trotz der Rekordanlagesummen im Private-Equity-Sektor in 2005 und 2006 gibt es keine Anzeichen für eine Abschwächung der Investitionstätigkeit in Private Equity. Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) wollen im nächsten Jahr den Private-Equity-Anteil an ihrem Gesamtportfolio sogar noch ausweiten.