18.04.2013 | Research

Gefahr von Spekulationsblasen in Schwellenländern

Investitionen in Schwellenländer entwickeln sich bei institutionellen Investoren vermehrt zu einem Mainstream-Thema. Vor diesem Hintergrund hat die Deutsche Bank Research Mitte März die Gefahr der Bildung von Spekulationsblasen untersucht. Rund zwei Drittel der 36 Staaten zeigen demnach einen sprunghaften Anstieg in mindestens einem der drei betrachteten Indikatoren in den letzten drei Jahren. Insgesamt zeigt die Analyse aber nur sehr geringe unmittelbare Risiken in allen Schwellenländern der Stichprobe. Einzig in einigen asiatischen Ländern gibt es Belege, die für eine tendenzielle Überhitzung sprechen.


Quelle: Deutsche Bank Research

Die Analyse umfasst folgende drei Indikatoren: das Verhältnis von privater Kreditvergabe zur Wirtschaftsleistung, den effektiven Wechselkurs und das deflationierte Aktienpreisniveau. Für fünf Staaten deutet mehr als ein Indikator auf eine Überhitzung hin: Peru, China, Malaysia, die Philippinen und Thailand. In Peru und China gibt es Anzeichen exzessiven Kreditwachstums, allerdings habe sich die Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren entspannt, schreiben die Autoren.


Quelle: Deutsche Bank Research

Das stärkste Wechselkurssignal zeigt der Renminbi. Seit 2008 ist die reale Aufwertung gegenüber dem globalen Währungskorb verhältnismäßig stark. Thailand weist die meisten Ausschläge der Stichprobe auf. Der thailändische SET Index liegt rund 66 % über dem von den Autoren berechneten fundamentalen Trend, der Baht weist eine effektive Überbewertung von 10 % auf. In Zentral- und Osteuropa gebe es keinerlei Hinweise, die auf eine Überhitzung schließen lassen.

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