FSA untersucht Private-Equity-Markt
Die britische Finanzmarktaufsicht FSA will die Private-Equity-Branche angesichts des stark gestiegenen Volumens genauer beobachten. Die Financial Services Authority hat dazu Anfang November ein 94-seitiges Diskussionspapier vorgestellt. Die FSA schätzt das Marktrisiko von Private Equity als weniger signifikant ein als dasjenige der Hedgefonds. Sie hält jedoch die zunehmend hohen Fremdkapitalanteile für eines der größten Risiken. Es bestehe die Gefahr, dass die Firmen nicht genügend finanzielle Polster haben, um Krisen zu überstehen. Nach Ansicht der Finanzaufsicht ist Private Equity jedoch eine zunehmend wichtige Komponente des Kapitalmarktes und trägt zu dessen Effizienz bei.
Die FSA kündigte ferner an, ein spezielles Expertenzentrum aufbauen zu wollen, um die Aufsicht über die Private-Equity-Unternehmen zu verbessern. Eine Überregulierung der Branche solle jedoch vermieden werden.
Die British Venture Capital Association (BVCA) begrüßt das Diskussionspapier der FSA. Peter Linthwaite, Chief Executive der BVCA sagte hierzu: "Der Report der FSA trägt zum Verständnis der Branche bei und zeigt, wie wichtig die Branche für die Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit der britischen Wirtschaft ist." Positiv wird auch die Aussage gewertet, dass es keine weitergehende Regulierung geben soll . Die angesprochenen Risiken will Linthwaite mit der FSA diskutieren.