Foundation analysiert Venture-Capital Portfolio
Anfang Mai hat die amerikanische Kauffman Foundation einen Report mit dem Titel "We have met the enemy .. and he is us." veröffentlicht, in dem sie von ihren eigenen Erfahrungen mit Venture Capital Investitionen berichtet. Darin analysiert die Stiftung anhand anonymisierter Daten für 100 Fonds selbstkritisch ihr Venture-Capital-Portfolio der vergangenen 20 Jahre. So kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass nur 20 der Venture-Capital-Fonds Renditen erzielen konnten, die über 3 % pro Jahr lagen, wobei die Hälfte dieser Investitionen vor 1995 erfolgten. Nach Gebühren konnten 62 Fonds nicht den Markt schlagen.
Quelle: Kauffman Foundation (2012)
In den letzten 20 Jahren erzielten die Investitionen der Stiftung Returns in Höhe von durchschnittlich des 1,31-fachen des investierten Kapitals. Der überwiegende Teil der Fonds liefert dabei geringere Returns, während nur einige wenige Investments hohe Renditen beisteuern. Die erfolgreichen Fonds, mit einem Multiple nach Gebühren von über 2, verfügen allesamt über eine Größe von weniger als 500 Millionen US-Dollar. Der Großteil der Investments in diese Fonds lag dabei vor 1995.
Quelle: Kauffman Foundation (2012)
Fonds mit einem PME von kleiner eins konnten den Benchmark Index Russell 2000 Small-Cap im Betrachtungszeitraum nicht schlagen. Zwar gibt es eine Reihe von Fonds, die den Index schlagen, allerdings stammt ihre Performance meist aus der Zeit vor 1995. So kommt die Stiftung insgesamt zu dem Schluss, dass das Venture-Capital Modell beschädigt ist. So muss vor allem bei Limited-Partner-Investoren ein Umdenken stattfinden. Eine stärkere Einbindung und eine rigorosere Performanceanalyse sind notwendig um in Zukunft attraktivere Renditen zu realisieren.