23.10.2012 | Märkte

Finanzsystem gewinnt an Stabilität

Das Finanzsystem hat sich nach Ansicht des International Monetary Fund (IMF) zuletzt wieder stabiler gezeigt. In dem Mitte Oktober veröffentlichten halbjährlich erscheinenden "Global Financial Stability Report" werden vor allem der Ankündigung der EZB, Staatsanleihen von Krisenstaaten unter bestimmten Bedingungen unbegrenzt aufzukaufen, sowie der Zinssenkung im September stabilisierende Wirkung zugeschrieben. Trotzdem sind die Märkte noch mit erheblichen Unsicherheiten konfrontiert.
In der Euro-Zone steht vor allem der Privatsektor in der Peripherie vor Schwierigkeiten, nachdem viel Kapital abgeflossen ist. Gleichzeitig sind die Wachstumsaussichten für diese Region negativ.


Quelle: IMF

In den USA steht die Entscheidung über Steuererleichterungen an. Ebenso sind Staatsschulden und politische Prozesse in der größten Volkswirtschaft der Welt mit Unsicherheiten belastet.
Die osteuropäischen Länder sind stark an die Euro-Zone gebunden. Asien und Südamerika zeigen sich resistenter gegen die Euro-Krise, einige große Volkswirtschaften stehen jedoch am Ende eines Kreditzyklus mit hohen Immobilienpreisen und hoher Verschuldung. Im Falle einer globalen Rezession drohen zudem erhebliche Kapitalabflüsse. Diese Aspekte werden bis zum nächsten Stabilitätsbericht im April zentrale Bedeutung für die Finanzmarktstabilität haben, schreibt der IMF.

IMF:
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