Finanzminsterium hat Arbeitsgruppe für Alternative Investments und Hedge Funds eingerichtet
In einer Pressenotiz gibt das Bundesfinanzministerium bekannt, dass es eine Projektarbeitsgruppe zum Thema "Hedge Funds und Alternative Investmentanlagen" eingerichtet hat. Diese soll bis zum Frühjahr 2003 untersuchen, ob es einen gesetzlichen Handlungsbedarf zur Regelung von "Hedge Funds" und "Alternativen Investmentanlagen" in Deutschland gibt. Dabei sollen Gesichtpunkte des Anlegerschutzes ebenso in die Überlegungen einbezogen werden wie die Stärkung der Attraktivität des Finanzplatzes Deutschland und die Steigerung der Möglichkeiten, Systemrisiken zu kontrollieren und Störungen der Marktintegrität entgegenzuwirken. Ziel des BMF ist es, sachliche Grundlagen für eine dann zu treffende politische Entscheidung vorzubereiten.
Ausgelöst wurde die Initiative zur Einsetzung einer Arbeitsgruppe durch die zunehmende Anzahl von Retail-Hedge-Fund-Produkten. Nach Aussage des BMF arbeitet die Hedge Fund-Industrie auf den Finanzmärkten mit sehr flexiblen Strategien, die ggf. auch zu hohen Risiken für Anleger und Finanzmärkten führen können. Deshalb hat das Financial Stabillty Forum ? in dem Deutschland mitarbeitet ? nach dem beinahe-Zusammenbruch des US-Fonds LTCM Empfehlungen zur Verringerung dieser Risiken verabschiedet. Weiterhin sind Hedge Funds in der jüngsten Zeit der Aktien-Baisse in den Medien für den Kursverfall von Aktien durch Leerverkäufe verantwortlich gemacht worden.
Vertreter des BMF haben in Hintergrundgesprächen mit dem Absolut|report und dem Bundesverband Alternative Investments e.V. (BAI) ? www.bvai.de ? erste Aspekte der Thematik diskutiert. Der BAI ist vom Ministerium gebeten worden, ein Arbeitspapier zu erstellen, aus dem mögliche Rahmenbedingungen für Alternative Investments in Deutschland hervorgehen. Dieses Papier soll noch im Dezember dem BMF vorgelegt werden.
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