12.07.2006 | 

Finanzinvestoren legen Rekordsummen in Deutschland an

Finanzinvestoren haben im ersten Halbjahr 2006 so viel Geld in Deutschland angelegt wie noch nie zuvor. Die Zahl der Private Equity-Transaktionen kletterte einer aktuellen Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young zufolge um 25 Prozent von 85 im zweiten Halbjahr 2005 auf 106 im ersten Halbjahr 2006. Der Wert der Private Equity-Investitionen stieg um 17 Prozent von 17,8 Milliarden Euro auf 20,8 Milliarden Euro.

Insgesamt waren elf Megadeals (Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 500 Millionen Euro) zu verzeichnen. Im Gesamtjahr 2005 hatte es 18 Transaktionen dieser Größenordnung gegeben. Die Megadeals des Jahres 2006 hatten einen Wert von 17,1 Milliarden Euro.

"Der Boom auf dem Private-Equity-Markt wird anhalten", sagte Joachim Spill von Ernst & Young. Dafür spreche eine Reihe von Gründen: Neben Konzernen stünden immer mehr Mittelständler dem Verkauf an Finanzinvestoren aufgeschlossen gegenüber. Der Trend, dass sich Unternehmen von Randaktivitäten trennten und auf ihr Kerngeschäft konzentrierten, setze sich fort. Das niedrige Zinsniveau in Deutschland ermögliche ferner eine relativ günstige Beschaffung des notwendigen Kapitals.

 

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