Finanzinvestoren droht Besteuerung der Gewinne
Der Private-Equity-Branche droht Ungemach aus Berlin. Im Bundesfinanzministerium gibt es nach Informationen der Zeitung Welt Bestrebungen, die Gewinne aller Beteiligungsgesellschaften künftig zu besteuern. Konkret bedeutet dies: Finanzinvestoren in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft sollen Körperschaftsteuer und Personengesellschaften, wie die in der Venture-Capital-Branche verbreiteten Kommanditgesellschaften, Gewerbesteuer zahlen. Diese Pläne seien Teil der notwendigen Gegenfinanzierung der geplanten Unternehmensteuerreform, berichtet die Zeitung.
Bislang müssen Beteiligungsgesellschaften nach einem Erlass des BMF aus dem Dezember 2003 keine Steuern zahlen, weil sie als vermögensverwaltend eingestuft werden und damit die sogenannte Steuertransparenz gilt. Dies bedeutet: Steuern auf mögliche Gewinne müssen erst die Anleger in ihrem jeweiligen Heimatland zahlen. Sollte es zu der geschilderten Änderung der Rechtslage kommen, müssten auch die Beteiligungsgesellschaften selbst Steuern entrichten.
Andere Staaten wie die USA, Großbritannien, Frankreich oder Italien setzen dagegen seit langem auf steuerliche Ausnahmeregelungen für die Private-Equity-Branche, damit ausländisches Kapital in die Neugründung innovativer Unternehmen fließt.
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