05.11.2009 | Studie

Finanzbranche geht von langsamer Erholung aus

In einer aktuellen Studie der Royal Bank of Scotland (RBC) wurden 736 Senior Executives von Institutionen zu ihrer Einschätzung über die Entwicklung der Finanzmärkte befragt. Demnach äußerten sich die meisten skeptisch über die aktuelle wirtschaftliche Erholung, beeinflusst durch Inflationserwartungen und Unsicherheit über Preisbewegungen von Assets. Dementsprechend gehen ca. zwei Drittel der Befragten von rückläufigen Kapitalmärkten 2010 aus, in der die Kapitalbeschaffung vor allem durch Private Placements geschehen werde. Gleichzeitig sehen 54% allerdings eine langsame wirtschaftliche Erholung im nächsten Jahr.


Quelle: RBC

Für die Institutionen, die im Zentrum der Krise standen, wird von höheren regulatorischen Anforderungen ausgegangen. 74% erwarten eine Regulierung von Ratingagenturen, rund ein Drittel zusätzlich weniger Ratings für strukturierte Produkte. Mit 75% erwarten ebenfalls drei Viertel steigende Kapitalanforderungen an Kreditgeber, in erster Linie an Banken.


Quelle: RBC

Interessanterweise gehen rund 65% davon aus, dass in der Wissenschaft neue Wege zur Planung von Portfolios und zum Risikomanagement gegangen werden müssten. So stellen 57% den grundsätzlichen Diversifikationsgedanken und die Theorie effizienter Märkte in Frage. Immerhin bestätigten 53% ein wiederkehrendes Vertrauen ihrer Klienten, 94% gehen nicht von einem weiteren Rückfall in eine Krise aus. Die Mehrheit erwartet eine langsame Erholung.

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