18.11.2010 | Studie

Family Offices durch langfristige Multi-Asset-Portfolios erfolgreich

Ende September erschien die Studie "Mythos Family Office", erstellt durch das Bayerische Finanzzentrum, Complementa und JP Morgan . Demnach sind die Family Offices mehrheitlich ohne Schwierigkeiten durch die Finanzkrise gekommen. Für diese zweite Auflage der Studie wurden 64 Family Offices befragt, von denen 39,1 % aus Deutschland und 42,2 % aus der Schweiz stammen. 85,4 % der befragten Institute verfolgen eine definierte strategische Asset Allocation. Während der letzten zwei Jahre haben rund 50 % der Befragten hier Veränderungen aufgrund der Finanzkrise vorgenommen. Die Asset Allocation selbst zeigt sich breit diversifiziert unter Nutzung alternativer Asset-Klassen. So liegt die durchschnittliche Allokation in Private Equity bei 8,4 %, in Absolute-Return- und Hedgefonds bei 7,1 %. Der Anteil der Rohstoffe beträgt 6,6 %, der anderer Real Assets 3,7 %. Aktien und Anleihen aus Schwellenländern kommen auf 9,4 % der Investments.


Quelle: Bayerisches Finanzzentrum

Die Studie geht ausführlich auf die alternativen Investments von Family Offices, sowie auf die Präferenzen innerhalb dieser Asset-Klassen ein. Gründe für Investments in alternative Anlageklassen sind Rendite und Diversifikation. Bei Hedgefonds stehen in nächster Zeit die Strategien Global Macro, Long/Short Equity und Distressed besonders im Fokus. Auch im Segment der Real Assets sind die Family Offices sehr kreativ, genannt werden hier Anlagen in Kunst, Wald, Farmland,  Sammlungen, Schiffe, Pferde und Immobiliennischen.


Quelle: Bayerisches Finanzzentrum

Für die nächsten ein bis drei Jahre erwarten 91,3 % der Studienteilnehmer eine Rendite zwischen 0 % und 5 %. Für die nächsten drei bis fünf Jahre rechnen jeweils rund drei Viertel der Family Offices mit Renditen zwischen 5 % und 10 %.
Interessant ist auch die Risikoeinstufung der Vermögensinhaber. 39,1 % werden als risikofreudig eingestuft, nur 30,4 % als risikoavers. Trotzdem ist mit 77,8 % der Kapitalerhalt wichtigstes Kriterium bei der Vermögensanlage von Family Offices. Dahinter folgen Klumpenrisiken und spezielle Präferenzen einzelner Familienmitglieder.


Quelle: Bayerisches Finanzzentrum

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