09.10.2007 | 

EVCA entwickelt internationalen Ethik-Kodex für Private Equity

Die European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA) hat Ende September den Entwurf eines internationalen Ethik-Kodexes für die Private Equity-Branche veröffentlicht. Dieser soll das Verhältnis zwischen den Mitgliedern der EVCA und europäischen Interessensvertretern weiter verbessern. Der Kodex wird verpflichtend für alle EVCA-Vollmitglieder sein, die 80 Prozent der europäischen Private Equity- und Venture Capital-Branche repräsentieren. Die neuen Richtlinien basieren auf fünf ethischen Prinzipien: Integrität, Fairness, Einhalten von Absprachen, Diskretion und Verantwortungsbewusstsein. Der Kern ihrer erfolgreichen Anwendung liegt darin, dass jedes EVCA-Mitglied selbst prüft, ob die eigenen Handlungen auch der Beurteilung Dritter standhalten würden. Die neuen Ethik-Richtlinien enthalten Anwendungshinweise und erleichtern den EVCA-Mitgliedern den praktischen Einsatz.

Der Verband lädt alle Interessensvertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein, den Kodex zu kommentieren. Alle eingereichten Kommentare werden sowohl von einer Arbeitsgruppe als auch vom EVCA Professional Standards Committee, von der Geschäftsführung sowie dem Vorstand des Verbands gesichtet. Eine endgültige Version des Ethik-Kodexes wird für Januar 2008 erwartet. Der Entwurf ist bis zum 26. Oktober 2007 auf einer speziellen Website der EVCA zur Kommentierung frei zugänglich (http://www.evca-specials.com/code_of_ethics/).

Der geplante Kodex basiert auf dem Modell der International Organisation of Securities Commission (IOSCO). Die EVCA hat bereits mehrere Bewertungs- und Reporting-Richtlinien, Managementgrundsätze für Private Equity-Unternehmen und Richtlinien für die Organisationsführung von Portfoliounternehmen erlassen. Mit Beschluss des neuen Kodexes werden alle Geschäftsbereiche der Private Equity-Branche flächendeckend selbst reguliert.

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