10.10.2022 | Märkte

Europäisches Venture Capital im ersten Halbjahr 2022

Trotz eines schwierigen mikro- und makroökonomischen Umfelds hat sich die europäische Private-Equity-Branche im ersten Halbjahr solide entwickelt, zeigt ein Marktbericht von Pitchbook. Das Transaktionsvolumen erreichte kumuliert 54,4 Mrd. Euro, etwas mehr als die Hälfte des Rekordvolumens des (Gesamt-)Vorjahrs (105,6 Mrd. Euro). Getrieben wurde dies von hohen Dry-Powder-Beständen und langfristigen Anlageopportunitäten. Wie schon in den Vorjahren entfiel der Großteil des Volumens auf Late-Stage Venture Capital, wobei diese Transaktionen nach Anzahl lediglich rund ein Drittel ausmachten. Software war weiterhin der volumenstärkste Sektor.
 


Quelle: Pitchbook
 

Nichttraditionelle Investoren, darunter beispielsweise unternehmenseigene Venture-Capital-Finanzierer, Staatsfonds, Private-Equity-Fonds und Pensionseinrichtungen, haben ihre Allokation im europäischen Venture-Capital-Markt über die vergangenen Jahre ausgebaut. Auf diese Anleger entfiel ein Transaktionsvolumen von 42,4 Mrd. Euro. Das Exit-Volumen im ersten Halbjahr 2022 lag bei 25,8 Mrd. Euro, was einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Rekordjahr 2021 darstellt, aber dennoch zum zweitbesten Ergebnis auf Jahresbasis werden könnte.
 


Quelle: Pitchbook
 

Das Fundraising der 98 analysierten Fonds betrug 12,3 Mrd. Euro, ein mit dem Vorjahreszeitraum vergleichbares Niveau. Trotz Bedenken hinsichtlich einer konjunkturellen Abschwächung sind die Median-Fondsgrößen gestiegen.

 

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