Europäische Venture Capital-Gesellschaften konzentrieren sich auf Heimatmärkte
Der im Dezember 2007 von Deloitte Touche Tohmatsu veröffentlichte "Global Venture Capital Survey" zeigt, dass sich europäische Venture Capital-Gesellschaften stärker auf Investitionen in andere europäische Länder konzentrieren als in asiatische oder amerikanische Länder. Sie kommt zu dem Schluss, dass die hochwertigen Investitionsmöglichkeiten und ein geringeres Risikoprofil die europäischen Investoren stark an ihren Heimatmarkt binden.
Demnach halten 51 Prozent der befragten VC-Gesellschaften die örtliche Nähe zu ihren Portfolio-Firmen für unerlässlich, um effektiver mit dem Management zusammen zu arbeiten. Doch halten auch VC-Gesellschaften mit lokalem Fokus eine bis zwei internationale Beteiligungen.
Insgesamt halten 24 Prozent der befragten Gesellschaften drei bis fünf außereuropäische Investitionen, zwölf Prozent haben sechs bis zehn und zehn Prozent haben 16 oder mehr Investitionen im Ausland in ihrem Portfolio. 86 Prozent der europäischen Befragten gaben an, dass zumindest ein Teil ihres Portfolios maßgebliche Geschäftsteile wie z.B. Produktion, F&E, Konstruktion oder Back-Office im Ausland unterhält. Diese Zahl ist höher als die der untersuchten VC-Gesellschaften in den USA. Dabei hat sich dort bereits die Zahl der Portfolio-Unternehmen, die Geschäftsteile im Ausland unterhalten, gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt, dies geben neun von zehn Befragten aus den USA an.