18.06.2008 | Studie

Europäische Unternehmen weiten ihre M&A-Aktivitäten aus

Die Krise an den Kreditmärkten wirkt sich kaum noch auf die M&A-Aktivitäten europäischer Unternehmen aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Deloitte aus dem Frühjahr 2008. 60 führende Persönlichkeiten aus den Bereichen unternehmerische M&A und Private Equity (Finanzinvestoren) wurden zu ihren zukünftigen Aktivitäten befragt. 50% gaben an, in den nächsten 18 Monaten expandieren zu wollen.

Die Befragten gaben als Hauptgründe für die Durchführung von M&As Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit (84%), geografische Expansion (74%) und Erwerb von Wissen und Fähigkeiten des Zielunternehmens (65%) an. Interessant ist, dass Teilnehmer aus Unternehmen externe Faktoren zur Zeit überwiegend positiv einschätzen. Insbesondere der anhaltende Aufschwung und der starke Euro ermöglichen internationale M&A-Aktivitäten. Finanzinvestoren sehen Konjunkturentwicklung und die Verfügbarkeit von Kapital zur Zeit überwiegend negativ. Sie sehen sich von der Kreditkrise stärker betroffen.

Regional konzentrieren sich die M&A-Aktivitäten in erster Linie auf Europa. Danach folgen Rußland und Asien. Unternehmen sind dabei besonders an neuen Märkten in Osteuropa, Asien und Rußland interessiert. Finanzinvestoren bevorzugen West- und Mitteleuropa als Ziel. Dies erklärt auch, weshalb sie von einem starken Euro weniger profitieren.

Als wichtigste Erfolgsfaktoren werden Due Diligence des Rechnungswesens und des regulatorischen Umfelds, die Einsetzung des richtigen Führungspersonals, das Festsetzen von langfristigen Leistungszielen, eine effektive Kommunikation der Fusion und die Bindung des Kundenstamms genannt. Bei der Umsetzung der Fusion wird dem Umgang mit dem Personal besondere Bedeutung beigemessen. Interkulturelles Personalmanagement und die Wichtigkeit von Soft Skills entscheiden laut der Studie otf über Erfolg oder Mißerfolg einer M&A-Transaktion.

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