Europäische Privatvermögen übersteigen 35 Billionen US-Dollar
Das globale Privatvermögen betrug Ende 2012 135,5 Billionen US-Dollar stellt die Boston Consulting Group (BCG) in ihren Jahresbericht zum Wealth Management fest. Vergangenes Jahr wuchs die weltweite Summe der Privatvermögen um 7,8 Prozent und damit stärker als 2010 und 2011. Regional bestehen jedoch große Unterschiede. Das höchste Wachstum realisierte Asien-Pazifik (ohne Japan) mit 13,8 % gefolgt von Osteuropa mit 13,2 %. Nordamerika liegt mit 7,8 % vor Westeuropa, wo die Privatvermögen um 5,2 % auf 35,8 Billionen US-Dollar steigen. Alle betrachteten Regionen realisierten positive Wachstumsraten.
Quelle: BCG
Nicht nur die Wachstumsrate sondern auch deren Struktur unterscheidet sich dabei stark zwischen Industrie- und Schwellenländern. In der "alten Welt" wuchsen die Privatvermögen um 5,9 %, in der "neuen Welt" um 12,9 %. Hauptwachstumstreiber in den Industrieländern war die Aktienmarktperformance. Auch die Schwellenländer verzeichneten Vermögensgewinne durch eine starke Performance des Aktienmarkts. Größer war hier jedoch der Zuwachs durch neu erschaffenes Vermögen aus BIP-Wachstum und Sparvermögen, die jeweils rund 10 % anstiegen. In den entwickelten Staaten lagen die Wachstumsraten bei knapp 3 %.
Quelle: BCG
Positiv bewertet der Report auch die Entwicklung auf Seiten der Wealth Manager. Die Assets under Management wuchsen weltweit um 13 Prozent, rund 6 % sind demnach auf Nettozuflüsse zurückzuführen. Auf der Performanceseite laufen viele Manager noch dem Vorkrisenniveau hinterher, die grundsätzliche Entwicklung sieht der Report jedoch positiv. Weltweit lag der Return on Assets (ROA) bei 81 Basispunkten und damit über dem Vorjahresniveau. Stärkste Region war Nordamerika mit 93 Basispunkten. Europäische Onshore-Institute lieferten 76 Basispunkte.