Europäische Investoren fragen verstärkt Private Equity nach
Institutionelle Investoren wollen verstärkt in Private Equity investieren, berichtet Coller Capital im aktuellen "Private Equity Barometer". 32 % planen demnach eine Erhöhung ihrer Zielallokation in diese Asset-Klasse, nur 5 % eine Verringerung. Damit liegen die europäischen Institutionen deutlich vor den nordamerikanischen und asiatischen Investoren.
Quelle: Coller Capital
Den meisten Investoren ist dabei bewusst, dass Private Equity keine hohe Reputation in der Öffentlichkeit genießt - häufig zu Unrecht . Nur einer von zehn Anlegern bescheinigt Private Equity eine positive Wahrnehmung, in Europa ist es sogar nur einer von 20. Rund zwei Drittel sind jedoch der Ansicht, dass dieses schlechte Bild von Private Equity als Investmentform ungerechtfertigt sei. Die Mehrheit befürwortet daher, dass die Limited Partners und Branchenverbände deutlich stärker für Beteiligungsfinanzierungen und ihre Vorteile eintreten sollten.
Einen neuen Trend stellt die Direktbeteiligung von Investoren an nicht-börsennotierten Unternehmen dar. Mittlerweile sind es bereits zwei Drittel der Investoren, die Direktinvestitionen vornehmen. 42 % vertreten zudem die Meinung, dass dieser Trend weiter zunehmen wird.
Quelle: Coller Capital
Bei Direktbeteiligungen wird von den meisten LPs ein Co-Investment mit einem General Partner durchgeführt. Da auch separate Accounts als Investmentform zunehmen, ist derzeit eine Bewegung weg von Private-Equity-Fonds hin zu kooperativer und beratender Tätigkeit von GPs zu beobachten. Dies dürfte mit den steigenden Anforderungen von Investoren zusammenhängen. Hier können sich die Manager durch ein entsprechendes Angebot deutliche Wettbewerbsvorteile verschaffen.