ESG-Integration optimiert langfristige Performance
Die Einbeziehung von ESG-Kriterien in den Selektionsprozess kann zu einer deutlichen Verbesserung der langfristigen Performance führen, zeigt AXA Investment Managers in einer Ende Oktober veröffentlichten Untersuchung. Wird bei der Auswahl bereits nach ESG-Faktoren gefiltert, ergibt sich für Investoren ein tieferer Einblick in die langfristigen Rendite- und Risikopotenziale der Asset-Klasse. Die Autoren haben dafür ein Scoring-Modell entwickelt, das sechs Dimensionen der Nachhaltigkeit umfasst. Bewertet werden unter anderem das Entlohnungsmodell der Führungsebene, die Arbeitsbedingungen und Fluktuation der Angestellten und das ökologische Pflichtbewusstsein in den Zielunternehmen.
Quelle: AXA Investment Managers (2012)
Sortiert man die nach Auffassung von AXA vom Markt am günstigsten bewerteten Unternehmen nach dem ermittelten ESG-Score, zeigt sich eine deutliche Performancedifferenz zwischen beiden Enden der Skala. Aktien, die mit den Bestnoten 4 oder 5 bewertet wurden, generierten seit Juli 2009 eine annualisierte Rendite von rund 40 %. Dagegen verloren Unternehmen mit dem schlechtesten Score von 1 im selben Zeitraum etwa 0,3 %.