Erfolgreiche Venture Capital Exits in Europa und den USA
Eine Studie der British Private Equity and Venture Capital Association (BVCA) kommt zu dem Ergebnis, dass entgegen weitläufiger Meinung in Europa Venture Capital (VC) Exits über Börsengänge ebenso wahrscheinlich sind wie in den USA. Die Analyse der Bestimmungsfaktoren von VC-Exits über Börsengänge (IPOs) oder Weiterverkäufe (Trade Sales) in Europa und den USA zeigt zudem, dass grundlegende Gemeinsamkeiten in beiden regionalen Märkten bestehen. Die Unterschiede der Erfolgsraten in beiden Regionen sind darüber hinaus gering. So liegt die Wahrscheinlichkeit eines IPOs bei europäischen VCs auf demselben Niveau wie in den USA. Bei Trade Sales liegt die Wahrscheinlichkeit in Amerika etwas höher.
Quelle: BVCA
Ob ein VC-Engagement erfolgreich abgeschlossen werden kann oder nicht, hängt der Studie zufolge primär von der Erfahrung des Investors und der Führung des Zielunternehmens ab. Aufgrund des Alters des amerikanischen Markts hatten die USA hier einen Vorsprung. Aufgrund des wachsenden Marktes und steigender Erfahrung schließen europäische VCs jedoch kontinuierlich auf. Gleichzeitig sank in den vergangenen zehn Jahren auf beiden Seiten des Atlantiks die Wahrscheinlichkeit ein Venture Capital Investment über die Börse abzuwickeln, während die Zeit vom Investment bis zum IPO abnahm.