Entwicklung und Trends bei REITs
Binnen zehn Jahren haben sich die sogenannten REITs (Real Estate Investment Trusts) von einem Nischenprodukt zu einem anerkannten und verbreiteten Investmentsegment entwickelt, dessen Marktkapitalisierung von 300 Mrd. US-Dollar auf über 1 Billion US-Dollar angestiegen ist. Im REIT Report 2013 untersucht Ernst & Young die Entwicklungen in der Asset-Klasse. Bezüglich der Organisation der REITs fällt auf, dass der Trend zu mehr operationaler Effektivität, z.B. besseren Investorenreports, Effizienz und Kostensenkungen sowie verbessertem Risikomanagement geht. So sind die operationalen, administrativen und Gemeinkosten im US-REIT-Segment von 2006 bis 2012 stetig von 5 % auf 4,5 % der Buchwerte gesunken. Hierzu beigetragen haben vor allem die Standardisierung von Prozessen, die Bündelung in der Beschaffung von Dienstleistungen, Outsourcing, bessere IT-Systeme und Datenerhebung und die Erstellung entsprechender Statistiken.
Quelle: Ernst & Young
Bei der Kapitalallokation spielen Neuerwerbungen unverändert die größte Rolle, wobei die Weiterentwicklung bestehender Projekte ebenfalls an Bedeutung gewinnt. Gerade global agierende REITs setzen verstärkt auf Joint Ventures, etwa mit Pensionsfonds, was allerdings durch sehr restriktive Anforderungen an die jeweiligen Joint-Venture-Partner erschwert wird. Ziel hiervon ist die Verfügbarkeit eines finanzstarken Partners in Krisensituationen. Nach wie vor finanziert sich die Branche ganz wesentlich über Fremdkapital. Per Ende 2012 hatten die 98 analysierten REITs mit einer Marktkapitalisierung von jeweils über 2 Mrd. US-Dollar insgesamt 372 Mrd. US-Dollar an Verbindlichkeiten in den Büchern stehen. Tendenziell hat dabei die Laufzeit eher zugenommen, wie auch die Beliebtheit fester Zinssätze.
Quelle: Ernst & Young