Empfehlungen für die EU Sustainable Finance Agenda
Die europäischen Gesetzgeber sollten Wirkung und Impact von aktuellen und zukünftigen SRI-Strategien und Richtlinien überprüfen, um die Erreichung der Klimaziele zu erhöhen. Dazu rät der Dachverband Eurosif in seinem Jahresbericht. Der aktuelle Erwärmungspfad von 3 Grad Celsius ist riskant. So ergab ein Klima-Stresstest der EZB, dass die EU-Wirtschaftsleistung um 10 % schrumpfen würde, wenn keine zusätzlichen Maßnahmen zur Abschwächung des Klimawandels getroffen würden. Die Kosten für die Transition zu einer CO2-neutralen Wirtschaft würden dagegen 2 % des BIPs nicht übersteigen.

Quelle: Eurosif (2022)
Diese Herausforderungen können von Investoren mit folgenden Maßnahmen adressiert werden: Shareholder Engagement, das Senden von Marktsignalen an die Unternehmen und Investitionen in Projekte, die für eine CO2-neutrale Wirtschaft notwendig sind.
Theoretisch könnte den Investoren die EU-Taxonomie als allgemeiner Standard dienen, um nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten festzustellen. Es wird jedoch geschätzt, dass auf der gegenwärtigen Grundlage nur 1 % bis 5 % der Unternehmen und Investment Portfolios als Taxonomie-nachhaltig eingestuft werden würden. Vor diesem Hintergrund haben bisher nur 2,5 % der Fonds in der EU eine Übereinstimmung mit der Taxonomie von mehr als 5 %.

Quelle: Eurosif (2022)
Da das Potenzial der Investoren bisher nicht voll ausgeschöpft wurde, fordert Eurosif von den Gesetzgebern unter anderem die Bepreisung von negativen Klima-, Umwelt- und sozialen Externalitäten, die Gewährleistung von Transparenz bei SRI-Produkten, die Ausweitung der Zusammenarbeit mit privaten Akteuren zur Finanzierung von strategischen Projekten sowie die Straffung der EU-Taxonomie, sodass diese ein Instrument zur Neuausrichtung von Kapital wird.
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