03.08.2010 | Research

Einfluss von Makrovariablen auf Private-Equity-Aktivitäten

Die Märkte für Private Equity sind regional verschieden ausgeprägt. Eine aktuelle Research-Publikation des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung untersucht, welche makroökonomischen Variablen einen positiven oder negativen Einfluss auf die Private-Equity-Aktivitäten in 14 westeuropäischen und drei osteuropäischen Staaten ausüben.


Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (2010)

Die Autoren verwenden annualisierte Daten aus dem Zeitraum 2001 bis 2008. Zunächst führen sie eine Extreme-Bounds Analysis durch, um möglichst robuste Variablen für die abschließende Regression zu erhalten und ihre Anzahl zu reduzieren. Laut der Analyse zeigten nur neun von 32 Variablen einen robusten Charakter. Positiven Einfluss haben demnach in allen Staaten der Umfang des Kreditbankensystems im Verhältnis zum BIP und der Umfang der Börsenkapitalisierung. Weit entwickelte Finanzmärkte scheinen nach Meinung der Autoren die Grundvoraussetzung für hohe Private-Equity-Aktivität zu sein.
In den westeuropäischen Ländern scheint die Private-Equity-Aktivität zudem mit hohem Wachstum zuzunehmen, in den osteuropäischen Ländern sei dies nicht der Fall. Dafür scheinen attraktive Steuersysteme den Zufluss von Kapital in osteuropäische Staaten zu erhöhen, während in den entwickelten Nationen andere Faktoren entscheidend seien.


Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (2010)

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