Eigenschaften und Performance von Target-Risk-Fonds
In einem Forschungspapier haben Edwin Elton und Martin Gruber von der New York University und Andre de Souza von der Fordham University die Eigenschaften von Target-Risk-Fonds untersucht und diese mit Target-Date-Fonds verglichen. Das Datensample umfasst 213 Produkte für den Zeitraum 2001 bis 2014. Zunächst analysieren die Autoren Gebührenstruktur und Holdings der Fonds. Es zeigt sich unter anderem, dass Target-Risk-Fonds gegenüber Target-Date-Produkten leicht erhöhte Gebühren aufweisen. Wenig überraschend halten aggressive Fonds den höchsten Anteil an Aktien, während konservative Portfolios den größten Bond-Anteil ausweisen. 
Quelle: Elton, Gruber, de Souza (2014)
Eine anschließende Performance-Analyse zeigt, dass sich der Großteil der Performance der Fonds durch die Bewegung von Benchmark-Indizes erklären lässt. Die Entwicklung von US-Aktienmarkt beeinflusst augenscheinlich die Entwicklung aggressiver Target-Risk-Fonds am stärksten, während bei den konservativen Portfolios US-Bond- und Aktienmärkte in nahezu gleicher Gewichtung maßgeblich sind. Über das Jahr ergibt sich ein negatives Alpha von -62 Basispunkten, vor Abzug der Kosten auf Target-Risk-Fondsebene. Dies liegt im Wesentlichen an den Gebühren der von den Target-Risk-Fonds gehaltenen Zielfonds. Wird die Zusammensetzung der Target-Risk-Fonds über ein Portfolio von ETFs angenähert, ergeben sich für die Investoren teils hochsignifikante Rendite- und Risikovorteile. Werden zudem die Kosten auf Target-Risk-Fondsebene berücksichtigt, ist die Sharpe Ratio für die angenäherten Portfolios für alle Risikoeinstufungen hochsignifikant besser.
Quelle: Elton, Gruber, de Souza (2014)
Abschließend untersuchen die Autoren, ob sich durch die Nutzung von Target-Risk-Fonds die Risikoeigenschaften von Target-Date-Fonds replizieren lassen. Werden die höheren Gebühren ersterer berücksichtigt, lässt sich durch deren Nutzung zwar eine höhere risikoadjustierte Rendite als mit Target-Date-Fonds erzielen, doch sind die Ergebnisse nicht statistisch signifikant.