Effizienzsteigerung in Versicherungsunternehmen nach der Krise
Anfang 2011 veröffentlichten Capgemini und der European Financial Marketing Association (EFMA) den "World Insurance Report 2011". Der Report analysiert die aktuelle Lage von Nicht-Lebensversicherern in sieben Staaten nach der Krise, die Business Agility sowie das Verbesserungspotenzial im Forderungsmanagement.
Die in drei Abschnitte unterteilte Publikation untersucht zunächst Nicht-Lebensversicherer in Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und den USA nach möglichen Effizienzsteigerungen und Lerneffekten anhand eines Efficiency Models. Trotz großer inter- und intranationaler Unterschiede leiten die Autoren einige Gemeinsamkeiten ab. So stieg beispielsweise die Underwriting Ratio in allen sieben Staaten zwischen 2006 und 2009. Aufgrund des schwachen Investmentumfelds läge das meiste Verbesserungspotential in den operativen Prozessen. Den deutschen Versicherungsunternehmen bescheinigt die Analyse, über Investments in Low-Yield Registered Bonds ohne große Verluste durch die Krise gekommen zu sein.
Quelle: Capgemini, EFMA
Im zweiten Kapitel untersuchen die Autoren mit Hilfe eines Business Agility Maturity Modells, wie schnell und kosteneffizient Versicherer weltweit auf Veränderungen in ihrem Umfeld reagieren und Wettbewerbsvorteile gewinnen. Die Ergebnisse zeigen, dass Agilität in erster Linie von der Bandbreite des Geschäftsmodells abhängig ist, sowie dass die Marktführer in wenigen Schlüsselbereichen besonders agil sind.
Das dritte Kapitel geht der Frage nach, wie vor allem Nicht-Lebensversicherer ihr Forderungsmanagement effizienter gestalten können, um trotz steigender Kosten und hohem Konkurrenzdruck zu bestehen. Der Report stellt gerade bei der Abwicklung von kleinen Forderungen die enorme Wichtigkeit der Kundennähe und die Erfüllung der "Brand Promise" in den Vordergrund.
Quelle: Capgemini, EFMA