Edhec rät zu strukturierten Produkten
Die französische Wirtschaftsakademie Edhec rät institutionellen Investoren, verstärkt in strukturierte Produkte zu investieren. Mit strukturierten Produkten könne das Risk-Return Profil viel effektiver auf das jeweilige Portfolio zugeschnitten werden als nur mit traditionellen Anlageinstrumenten, heißt es in der Studie ?Structured Forms of Investment Strategies in Institutional Investors' Portfolios?. Als strukturierte Produkte werden darin Anlageinstrumente bezeichnet, die sowohl Long- als auch Short-Positionen bei Aktien, Indizes oder Fonds eingehen können und Derivate sowie Finanzierungshebel einsetzen. Zusätzlich müssen sie diesen spekulativen Anteil mit risikofreien Assets kombinieren und leicht verfügbar sein.
Strukturierte Produkte hätten den Vorteil, dass sie dynamisch investieren und umschichten, aber dennoch als gleiches Wertpapier im Portfolio gehalten werden könnten, schreiben die Edhec-Autoren. Durch eine Einbeziehung von strukturierten Garantieprodukten in ein Portfolio mit Aktien und Anleihen könne der Effizienzgrad deutlich gesteigert werden. Der Investor profitiere zwar von dem Risikoaufschlag bei Aktien, sei aber von deren Abwärtsbewegungen nicht im vollen Ausmaße betroffen.
Die Autoren der Studie raten den institutionellen Investoren, einen signifikanten Anteil ihres Portfolios in strukturierte Produkte zu investieren. Viele Institutionelle Anleger seien jedoch durch Gewichtungsbeschränkungen daran gehindert, größere Anteile in die Kategorie umzuschichten, schreiben die Finanzforscher. Aber auch ein Anteil von beispielsweise 5 Prozent könne schrittweise die risikoadjustierten Gewinne verbessern.
zurück