11.08.2014 | Research

Dynamische Absicherung von Währungsrisiken sinnvoll

Zur Verbesserung der risikoadjustierten Performance eines gemischten Portfolios sollten Währungsrisiken abgesichert werden, wobei die Hedging Ratios über die Zeit nicht konstant sind und sich ja nach Währung unterscheiden. Die drei Autoren Massimiliano Carporin von der Universität Padova, Juan-Angel Jimenez-Martin von der Universität Madrid und Lydia Gonzalez-Serrano von der Rey Juan Carlos Universität untersuchen in einem Forschungspapier die Vorteile einer dynamischen Währungsabsicherung aus Sicht eines europäischen institutionellen Investors mit besonderem Fokus auf den Auswirkungen der Finanzkrise sowie der europäischen Staatsschuldenkrise. Bei ihrer Analyse, für die Daten aus dem Zeitraum 1999-2012 verwendet werden, gehen die Autoren von einem passiv gemanagten Portfolio aus, das Assets in Euro, Britischen Pfund und US-Dollar umfasst.

Basierend auf verschiedenen Modellen und Portfolioallokationen ermitteln die Autoren zunächst die optimalen Hedge Ratios, welche sich zwar über die Modelle als recht konsistent erweisen, aber stark über Währung und untersuchten Zeitraum schwanken. Für einen Euro, der in ein pfundbasiertes Aktienportfolio investiert wird, sollte nach dem OLS-Modell eine durchschnittliche Short-Position in Pfundfutures von 0,55 aufgebaut werden (gesamter Zeitraum). Die optimale Höhe der Hedging Ratio ist jedoch dynamisch und verändert sich im Zeitverlauf stark. Damit ist eine Hedgingstrategie, die immer eine konstante Ratio absichert, nicht optimal.


Quelle: Carporin, Jimenez-Martin, Gonzalez-Serrano (2013)

Es zeigt sich, dass die Effektivität einer dynamischen Hedgingstrategie für reine Anleihenportfolios am höchsten, für reine Aktienportfolios dagegen am geringsten ist. Dennoch verbessert das Hedging stets die risikoadjustierte Performance des Portfolios, insbesondere in turbulenten Marktphasen.

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