12.10.2010 | Research

Diversifikation führt langfristig zu gewünschten Ergebnissen

Eine aktuelle Research-Publikation von AQR Capital Management untersucht die langfristigen Eigenschaften von international diversifizierten Aktienportfolios. Seit der Finanzkrise haben Kritiker vermehrt angeführt, dass Korrelationen in Abwärtsmärkten stark zunehmen und Diversifikationseffekte damit am geringsten seien, wenn sie am nötigsten gebraucht würden. Die Autoren stimmen mit dieser Tendenz überein, sehen im langfristigen Investmenthorizont institutioneller Investoren jedoch weiterhin die grundsätzlichen Vorteile eines diversifizierten Portfolios. Für ihre Analyse differenzieren sie die Rendite in eine kurzfristige verhaltensgesteuerte Komponente und eine langfristige, von ökonomischen Entwicklungen getriebene Komponente.

Durchschnittliche schlechteste Rendite für globale und lokale Portfolios

Quelle: AQR Capital Management

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass kurzfristig Diversifikation in starken Abwärtsmärkten kaum noch positive Effekte zeigt, dies langfristig jedoch der Fall sei. Über längere Zeiträume seien länderspezifische Daten entscheidend für die Performance. Eine global ausgerichtete Diversifikation sei daher ein wichtiger Baustein in der Vermögensbildung, da sie vor Konzentration in geografischen Regionen mit schwachen Wachstumserwartungen schütze.

Durchschnittlicher 1%-CVaR für globale und lokale Portfolios

Quelle: AQR Capital Management

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