Differenzierung bei ETF-Investments
Institutionelle Marktteilnehmer weltweit gehen von einer wachsenden Bedeutung von ETFs in den kommenden Jahren aus, wie eine Studie von JP Morgan Asset Management zeigt. Dabei durchläuft diese Fondsstruktur einen Wandel. Während in der Vergangenheit überwiegend passive Beta-Investments über ETFs umgesetzt wurden, wird bei aktiven ETFs und Smart-Beta-Fonds das größte Potenzial gesehen. Es wird erwartet, dass bis 2023 rund 40 % des globalen ETF-Volumens auf diese beiden Segmente entfallen werden. Die wichtigsten Wachstumstreiber sind demnach eine steigende Nachfrage nach ESG-Anlagen, die hohe Vielfalt an ETFs mit Zugang zu Nischenmärkten und technologische Entwicklungen, wie Machine Learning und Künstliche Intelligenz.

Quelle: JPMAM
Dabei werden Aktive ETFs zunehmend als geeignetes Vehikel angesehen, um spezielle Anlagekriterien oder Ziele umzusetzen, bspw. im ESG-Bereich oder zur Optimierung der taktischen Asset-Allokation. Bei Investoren mit mehr als 20 Mrd. USD verwaltetem Vermögen werden aktive ETFs sogar als geeignetes Instrument zur Erzielung von Alpha bezeichnet. Bei der Selektion von aktiven ETFs dominiert neben Track Record und Anlagephilosophie insbesondere die technische Handelsumsetzung, bspw. ob eine geeignete Plattform für die Ausführung vorliegt. Liquidität und Struktur sind hier von höherer Bedeutung als bei traditionellen passiven ETFs.

Quelle: JPMAM
Einen weiteren Trend bilden Fixed Income ETFs, die angesichts des Niedrigzinsniveaus durch ihre geringen Kosten bei vielen Investorengruppen an Attraktivität gewinnen. Ebenfalls lassen sich taktische Exposures im Credit-Bereich flexibel mit ETFs steuern, geben einige Anleger an. In Europa werden die Marktsegmente Corporate Bonds, High Yield, EM Debt und Green Bonds als besonders attraktiv für ETF-Anlagen bewertet.
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