18.10.2022 | Studie

Differenzierte Anforderungen an ESG-Ratings

Die Erwartungen an Nutzen und Aussagekraft von ESG-Ratings variieren stark zwischen verschiedenen Marktteilnehmern und ihren individuellen Bedürfnissen, zeigt eine Studie der 2 Degrees Investing Initiative im Mai 2022, für die Asset Manager, Investoren und Researcher befragt wurden. Die Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass ESG-Ratings derzeit in der Praxis das Falsche messen. Die Befragten sind jedoch unterschiedlicher Auffassung darüber, was ESG-Ratings messen sollten, und sehen die Abwägung zwischen rein risiko-basierten Metriken und solchen, die die Nachhaltigkeitsleistung als Ganzes beurteilen (Footprint).


Quelle: 1 in 1000, 2 Degrees Investing Initiative


Mehr als die Hälfte aller Befragten ist der Meinung, dass aggregierte ESG-Ratings ganz abgeschafft werden sollten und Ratinganbieter nur noch Sub-Ratings für E, S und G veröffentlichen sollten. Die durchschnittliche Zustimmung zu dieser Frage lag bei 5,7 von 10 Punkten. Die Ergebnisse waren bei allen Befragten ähnlich, einschließlich der Asset Manager und Investoren, die sich mit ESG befassen. Unter den Marktteilnehmern, die sich nicht mit ESG befassen, stimmten 70 % der Aussage zu.


Quelle: 1 in 1000, 2 Degrees Investing Initiative


In der Serie ESG-Messung im Absolut|impact stellt in jeder Ausgabe eine Ratingagentur bzw. ein Datenprovider die Methodik, ESG- oder Klima-Daten zu messen und zu bewerten, vor. Alle Beiträge der Serie sind hier abrufbar.

 

Mit der Publikation Absolut|impact zeigt Absolut Research das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, Methoden und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "ESG"
zurück