Deutschland bei Pensionsfonds-Vermögen weit abgeschlagen
Die Vermögen der Pensionsfonds in den 11 Ländern mit dem größten höchsten Pensionsfonds-Vermögen sind im Jahre 2006 auf den Rekordwert von 23.200 Milliarden US-Dollar angestiegen, was einer Verdoppelung in den letzten zehn Jahren gleichkommt. Dies belegt eine kürzlich erschienene Studie von Watson Wyatt Investment Consulting. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der elf untersuchten Staaten, lässt sich ein Anstieg des Vermögens von 58% auf 81% des BIP feststellen.
In der Studie lassen sich allerdings signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern feststellen. So erreichten die Vermögen der Pensionsfonds in den USA, Großbritannien und Australien ungefähr die Höhe des Bruttoinlandsprodukts oder im Falle der Niederlande und der Schweiz deutlich mehr, wohingegen in Deutschland gerade einmal 11 Prozent des BIP in Pensionsfonds angelegt waren. Während die Vermögen in den letzten Jahren im Durchschnitt um 7,5 Prozent p.a. gewachsen sind, enttäuschten Deutschland und Japan mit Wachstumsraten von 3,8% bzw. 4,7% p.a.
Die sieben Staaten mit dem größten Pensionsfonds-Vermögen (USA, Japan, Großbritannien, Kanada, Niederlande, Australien und Schweiz) wurden von Watson Wyatt detaillierter untersucht. Die Asset Allokation zeigt eine hohe Aktienquote, die im Durchschnitt bei 60,2 Prozent liegt. 25,5 Prozent der Gelder sind in Bonds investiert und 14,4 Prozent in Alternative Investments (Immobilien, Hedgefonds, Private Equity und Rohstoffe). Bei Aktien und Alternative Investments zeigt sich ein deutlicher Anstieg in den letzten Jahren, während weniger Gelder in festverzinsliche Anlagen flossen.