15.04.2014 | Research

Deutsches Rentensystem international im Mittelfeld

Die Allianz hat in einer Analyse die Nachhaltigkeit der Rentensysteme von 50 Staaten weltweit untersucht. Faktoren, die in die Bewertung einfließen, sind u.a. demographische Daten, wozu auch langfristige Entwicklungstendenzen gehören, die Ausgestaltung des Rentensystems, etwa das Renteneintrittsalter, sowie der Punkt Staatsfinanzen.


Quelle: Allianz

Besonders schwach stehen Thailand, Brasilien und Japan da, was durch die ältere bzw. schneller alternde Bevölkerung, ein frühes Renteneintrittsalter und im Falle Japans der extrem hohen Staatsverschuldung begründet ist. Griechenland dagegen konnte im internationalen Vergleich wegen der, auf Druck von EZB und IWF durchgeführten, Reformen seine Position leicht verbessern, liegt jedoch noch immer auf einem der hintersten Plätze. Australien, Schweden und Neuseeland stehen am anderen Ende der Skala, was an der guten Kapitalausstattung der Rentensysteme und speziell bei Neuseeland an der nur langsam alternden Bevölkerung, dem späten Renteneintrittsalter und gesunden Staatsfinanzen liegt.


Quelle: Allianz

Deutschland belegt - wie auch schon in der letzten Untersuchung im Jahr 2011 - sowohl international als auch im Vergleich zu anderen westeuropäischen Staaten einen Platz im Mittelfeld. Zuletzt hat sich die Lage leicht verschlechtert, was auf eine veränderte Einschätzung zur Bevölkerungsentwicklung zurückzuführen ist. Hinzu kommen erhöhte Ausgaben für die Rentenzahlungen und die erwarteten Auswirkungen des rot-schwarzen Rentenpakets.

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