Deutscher Immobilienmarkt gewinnt europaweit an Bedeutung
PwC und das Urban Land Institute haben die Trends im europäischen Immobilienmarkt in einer Studie untersucht und dazu rund 820 Experten in Europa befragt. Demnach normalisiert sich der Markt langsam und der Fokus liegt verstärkt auf qualitativ hochwertigen Assets. 58 % nehmen bei den hochwertigen Asset allerdings eine Überbewertung wahr.
Angetrieben durch die demografische Entwicklung gewinnen für rund 60 % der Befragten Nischenmärkte zunehmend an Bedeutung. Favorisiert werden insbesondere Studentenwohnungen, Hotels und Altersheime.
Quelle: PwC
Im Vergleich der traditionellen Sektoren liegen im Ausblick für 2018 Logistikimmobilien auf Platz 1, gefolgt von Lagerzentren und Wohnimmobilien.
Während in Deutschland das Investmentvolumen 2017 auf 68 Mrd. EUR rasant angestiegen ist, fiel es in Großbritannien auf 64 Mrd. EUR. Somit ist Deutschland der führende Immobilienmarkt in Europa. Zurückgeführt wird die Neuplatzierung auf das Neugeschäft durch den Brexit, das Bevölkerungswachstum, die politische Stabilität und gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Unter den sechs Top-Standorten mit den besten Investitions- und Entwicklungspotenzialen befinden sich die vier deutschen Städte Berlin (1), Frankfurt (3), München (4) und Hamburg (6).
Quelle: PwC
Das stärkste Mietpreiswachstum wird in Berlin, Hamburg und München erwartet.
80 % der Befragten gehen davon aus, dass die Investitionen in Großbritannien als Folge des Brexit weiter zurückgehen werden. Im Gegenzug schätzen 70 %, dass die übrigen europäischen Länder davon profitieren werden.
Auch die Immobilienbranche setzt sich mit dem Thema Digitalisierung auseinander. Durch neue Geschäftsmodelle wird sich die Nutzung der Immobilen verändern. 62 % erwarten, dass klassische Sektorengrenzen z.B. zwischen Wohn-, Büro- und Gewerbeimmobilien verschwimmen werden. Der Trend geht in Richtung „Space as a Service“.
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