Deutsche Lebensversicherer setzen auf Spezialfonds
Die deutschen Lebensversicherungen haben im Jahr 2016 erstmals mehr als eine Billion Euro verwaltet, zeigt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im aktuellen Marktbericht. Der Bestand der Kapitalanlagen legte um 4,3 % auf 923 Mrd. Euro zu. Das Neuanlagevolumen in 2016 belief sich auf 179 Mrd. Euro. Der größte Einzelposten entfiel mit 73,7 Mrd. Euro auf Investmentanteile an Publikums- und Spezialfonds, gefolgt von Inhaberschuldverschreibungen und sonstigen Festverzinslichen. Die Fokussierung auf Neuanlagen in Investmentanteile und Inhaberschuldverschreibungen spiegelt die Entwicklung der vergangenen Jahre wider: Seit 2009 ist der Anteil von Aktien, Spezialfonds und sonstigen nicht-festverzinslichen Papieren an den gesamten Kapitalanlagen um rund 10 Prozentpunkte auf 35,1 % angestiegen, bei Inhaberschuldverschreibungen sind es 16,9 % (+ 9 Prozentpunkte). Gleichzeitig sank der Anteil von Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen von 50,7 auf 33,4 %. 
Quelle: GDV
Unter dem Strich erreichten die deutschen Lebensversicherer eine Gesamtverzinsung von 4,36 % im abgelaufenen Kalenderjahr - im Vorjahr waren es 4,52 % gewesen. Grund für diese trotz Niedrigzinsniveau relativ hohe Rendite ist die verstärkte Auflösung von Bewertungsreserven, was auch durch die niedrigere laufende Durchschnittsverzinsung von 3,35 % deutlich wird, bei der außerordentliche Erträge und Aufwendungen unberücksichtigt bleiben. Die Eigenmittelquote, welche Eigenkapital und nicht festgelegte Mittel ins Verhältnis zu eingegangenen Risiken stellt, ist leicht auf 153,6 % zurückgegangen.
Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern mit der monatlichen Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.