15.10.2015 | Studie

Deutsche Investoren weiterhin stark engagiert in Wohnimmobilien

Engel & Völkers Investment Consulting hat in einer Studie 214 institutionelle Investoren im deutschen Immobilienmarkt zu ihren Anlagestrategien bei Wohnimmobilien befragt. Dieser Sektor stellt mit 41 % den größten Anteil der Immobilienportfolios der Befragten dar, gefolgt von Büro- und Einzelhandelsobjekten. Interessant ist, dass mit 38 % der größte Teil der Anleger keine Änderung der Investitionsstrategie aus dem aktuellen Zinsniveau ableitet. Lediglich 10 % der Befragten ist bereit, aus diesem Grund höhere Risiken einzugehen. Bei Neuengagements in Wohnimmobilien setzen die meisten auf eine solide Mischung aus Eigen- und Fremdkapital; Vollfinanzierungen sind unüblich.


Quelle: Engel & Völkers

Für die kommenden 12 bis 18 Monate prognostizieren die Investoren mit 3,4 % die höchste Mietsteigerung für Objekte in A-Lagen, bei B- und peripheren Lagen werden im Mittel 2,9 bzw. 1,6 % erwartet. Ähnlich stellen sich die Erwartungen zur Preisentwicklung dar. Während C-Lagen stabil bleiben, wird für A- und B-Lagen mehrheitlich mit anziehenden Preisen gerechnet.


Quelle: Engel & Völkers

In einem solchen Umfeld überrascht es nicht, dass 53 % der Befragten eine Ausweitung ihrer Engagements in Wohnimmobilien planen und lediglich 8 % von einer Reduzierung ausgehen. Die Mietpreisbremse wird die Investitionsentscheidungen mehrheitlich nicht beeinflussen. Fast zwei Drittel wollen so innerhalb der kommenden anderthalb Jahre bis zu 100 Mio. Euro in Wohnimmobilien investieren. Dabei sind die Top-7-Städte ebenso attraktiv wie B-Standorte. Exits werden in den nächsten 18 Monaten mehrheitlich nicht angestrebt. Wichtigster Einflussfaktor für zukünftige Investitionsstrategien ist für die Anleger die zukünftige Zinsentwicklung, gefolgt von Nachhaltigkeitsaspekten. Bei direkten und indirekten Investments erwartet die Mehrheit der Anleger Renditen von 3,5 bis 5 %.

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