Deutsche Institutionen erhöhen ihre Private Equity-Anlagen
Die Private-Equity-Firma Adveq aus der Schweiz hat gemeinsam mit der Fachhochschule Wiesbaden eine Markterhebung zum Verhalten deutscher institutioneller Investoren durchgeführt. Danach hat Private Equity in Deutschland als Assetklasse für Institutionelle deutlich an Bedeutung gewonnen. Ein weiteres Ergebnis ist die zunehmende Professionalisierung sowie die Entwicklung, dass die deutschen institutionellen Investoren, von denen nicht weniger als 40 Prozent in die Anlageklasse investiert sind, ihre geplante Allokationserhöhung rasch umsetzen. 2003 lag der Private Equity-Anteil lediglich bei 1,2 Prozent und die Zielallokation bei 2,2 Prozent, heute sind bereits 2,0 Prozent erreicht.
An der Erhebung nahmen 263 deutsche institutionelle Investoren, hauptsächlich Versicherungen und Pensionskassen, teil. Dies entspricht einer Gesamtmarktabdeckung von 33 Prozent.
Die Studie zeigt zudem, dass die deutschen Investoren auf Europa fokussiert sind (64 Prozent der Private Equity Anlagen), dabei macht Deutschland alleine immerhin 28 Prozent aus. In den nächsten zwei bis fünf Jahren wird die Europaallokation unverändert bleiben, diejenige für den deutschen Markt jedoch auf 24 Prozent fallen.
Die USA ist eine wichtige Region mit einem Anteil von 32 Prozent an der Gesamtallokation, doch wird dieser auf 28 Prozent sinken. Gegenüber der Adveq-Studie von 2003 hat Asien an Bedeutung gewonnen, die Allokation institutioneller Investoren wird von heute 2 auf 5 Prozent steigen.
Die höchste Bedeutung bei Private Equity Investitionen messen die deutschen Anleger der Portfoliodiversifikation und einer erhöhten Rendite zu. Im Durchschnitt besteht eine absolute Renditeerwartung von 12,5 Prozent und ein relatives Renditeziel von 397 Basispunkten gegenüber Anlagen in börsennotierte Aktien.
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