Deutsche Institutionelle zögern bei Alternativen Investments
Deutsche institutionelle Investoren haben einen hohen Renditeanspruch, tragen dem aber in ihrer Asset Allocation nicht ausreichend Rechnung. Dies spiegelt sich in einer weiterhin dominierenden Rolle von Fixed Income Investments wieder, während Alternative Investments wie Private Equity oder Hedgefonds nicht ausreichend in das Anlagespektrum einbezogen werden.
Dies ist eines der Kernergebnisse einer Investorenstudie, die im Auftrag von CAM Private Equity und Ernst & Young durchgeführt wurde. Im Rahmen der Studie wurden deutsche Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerke, die rund 470 Milliarden Euro verwalten, zu ihren aktuellen und geplanten Anlagestrategien befragt.
48 Prozent der befragten Investoren sind derzeit nicht in die Assetklasse Private Equity investiert. Als Gründe nennen die Institutionellen das Risiko beziehungsweise das Risk/Return-Profil, niedrige Rendite in der Vergangenheit, die mangelnde Liquidität, den hohen Aufwand und die fehlende Expertise, wobei das Renditepotential positiv eingeschätzt wird. Wer bereits in Private Equity investiert, bevorzugt häufig Anlagen in Deutschland. Dann folgen Europa und USA, Regionen wie Asien wurden nicht genannt.
Rund drei Viertel der aktuellen Anlagesumme wurde im vergangenen Jahr in Fixed Income investiert. Zweitwichtigste Anlageklasse bei kleineren und großen Institutionellen sind mit einer Gewichtung von 16 Prozent Aktien. Der Rest verteilt sich auf Direktanlagen und Immobilien (4,4 Prozent), Private Equity (1,1 Prozen), Hedgefonds (0,8 Prozent), High Yield (0,9 Prozent) und sonstige Anlagemöglichkeiten (1,0 Prozent). An dieser Verteilung werde sich auch 2006 nicht viel ändern, heißt es in der Studie.
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