Deutsche Fondindustrie mit relativen Verlusten in Europa
Die deutsche Fondsindustrie hat im vergangenen Jahr im europäischen Vergleich an Anteilen verloren. Zwar stieg das Vermögen der hierzulande aufgelegten Produkte auf 822,099 Mrd. EUR von 750,964 Mrd. EUR in 2002, allerdings sank der deutsche Anteil am europaweit verwalteten Vermögen von 17,71 Prozent in 2002 auf 17,30 Prozent im vergangenen Jahr. Nach der neuen Statistik der Europäischen Investmentvereinigung FEFSI stieg europaweit das verwaltete Vermögen um zwölf Prozent auf 4.752,269 Mrd. EUR.
Frankreich und Luxemburg konnten den Berechnungen zufolge ihre Marktanteile im vergangenen Jahr leicht steigern: Frankreich 21,21 % (21,01%); Luxemburg 20,06% (19,91%).
Der Zuwachs an Fondsvermögen resultierte im Jahre 2003 laut FEFSI aus einer starken Nachfrage nach Renten-, Geldmarkt- und Immobilienfonds in der ersten Jahreshälfte sowie dem anschließenden wieder aufgelebten Interesse an Aktienfonds. Fast 80% des von der europäischen Fondsindustrie verwalteten Vermögens entfiel dabei auf so genannte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW), also europaweit harmonisierte Fonds.
Ein weiteres Ergebnis der FEFSI-Auswertung: In Deutschland liegt der Anteil von Aktienfonds mit 44% an allen OGAW überdurchschnittlich hoch. Im europäischen Mittel weist die Statistik lediglich 34% auf. Bei Renten- und Geldmarktfonds liegt Deutschland jeweils in etwa auf dem Niveau des europäischen Durchschnitts. Etwa 31% der deutschen Assets liegen in Rentenfonds (Europa: 30%) und 18% in Geldmarktfonds (Europa: 20%).
Zurückhaltender als die anderen Europäer sind die Deutschen gegenüber
Mischfonds: Während ihre europäischen Nachbarn etwa 14% des Fondskapitals in diese OGAW investiert haben, sind hierzulande nur 6% in gemischten Produkten angelegt.
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