07.05.2012 | Märkte

Deutsche Bank spricht sich für festere Geldpolitik aus

In einem Research Briefing vom 16. April zur jüngsten Debatte um die Richtung der Geldpolitik der EZB vertritt Deutsche Bank Research eine ähnliche Meinung wie die Bundesbank. Nach Auffassung von Bundesbankpräsident Jens Weidmann sei der Zeitpunkt erreicht zu einer festeren Geldpolitik zurückzukehren, um das Reputationskapital der Europäischen Zentralbank zu wahren und inflationäre Tendenzen frühzeitig einzudämmen. EZB-Präsident Mario Draghi hält einen solchen Schritt für verfrüht. Der aktuelle Kurs der EZB hat zum Ziel den Finanzsektor zu stabilisieren. Über das Instrument des Leitzinses hinaus hat die EZB dazu vor allem die Refinanzierung des Sektors erleichtert.


Quelle: DB Research (2012)

Nach Auffassung der Deutschen Bank sei nun eine ausreichende Stabilisierung erreicht, sodass die EZB zu ihrer Kernaufgabe - der Sicherung der Preisstabilität - zurückkehren sollte. Eine Beibehaltung der EZB-Politik führe lediglich zu einer relativen Preisanpassung durch steigende Preise in Ländern mit Zahlungsbilanzüberschuss, während in Staaten mit defizitärer Zahlungsbilanz kein Druck auf das Preisniveau ausgeführt wird. Darüber hinaus liegen mit Inkrafttreten des Fiskalpakts und des permanenten Krisenmechanismus nun geeignete Insturmente auf europäischer Ebene vor. Es obliegt damit den nationalen Regierungen den Weg zu einer symmetrischen Erholung der gesamten Eurozone zu ebnen, so der Report.

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