Deutsche Bank sieht Venture Capital als Treiber von Innovation
Eine Ende Februar 2008 erschienene Publikation der Deutschen Bank Research untersucht die Funktion und Rahmenbedingungen Venture Capital. Dabei ist die Rolle von Innovationen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer modernen Volkswirtschaft unbestritten. An innovativen Gründern mangele es allerdings, gerade in Deutschland. In der Untersuchung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wurde, prüfen die Autoren, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der Ausstattung mit Venture Capital und der Umsetzung von Ideen in Innovationen. Dabei geht es auch um die Frage, ob eher das Angebot an Venture Capital seitens der VC-Fonds oder die Nachfrage nach Venture Capital durch die innovativen Gründer entscheidend ist.
Die Studie kommt zu folgenden Schlussfolgerungen:
- Es gibt einen positiven statistischen Zusammenhang zwischen dem Volumen an Venture-Capital-Investitionen und der Umsetzung von Ideen in kommerziell erfolgreiche Innovationen.
- Die Kausalität scheint von Venture-Capital-Investitionen in Richtung Umsetzung zu verlaufen, d.h. mehr VC-Investitionen erhöhen die Umsetzung und nicht umgekehrt.
- Die positive Dynamik scheint durch die Nachfrage nach Venture Capital von Seiten der innovativen Gründer ausgelöst zu werden. Eine bessere Kapitalausstattung der VC-Fonds (relativ zu den Investitionen) korreliert negativ mit zukünftigen VC-Investitionen und der Umsetzung.